Die Wurmbekämpfung hat sich verändert
Die Wurmbekämpfung bei Pferden basierte lange Zeit auf der regelmäßigen Gabe von Entwurmungsmitteln. Ziel war es, durch die wiederholte Bekämpfung erwachsener Würmer die Ausscheidung von Wurmeiern und damit die Belastung der Weide möglichst niedrig zu halten.
Heute wissen wir, dass eine häufige Behandlung die Entwicklung von Resistenzen begünstigen kann. Bei resistenten Würmern wirken bestimmte Entwurmungsmittel nicht mehr ausreichend. Resistenzen sind nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in anderen europäischen Ländern ein zunehmendes Problem. Inzwischen sind auch mehrfach resistente Wurmpopulationen bekannt.
Häufige Entwurmungen sind überholt
Eine zu häufige Behandlung erhöht den Selektionsdruck auf resistente Würmer. Deshalb sollten Entwurmungsmittel gezielt und nur dann eingesetzt werden, wenn eine Behandlung tatsächlich erforderlich ist.
Nicht jedes Pferd trägt in gleichem Maß zur Wurmeiausscheidung bei. Bei erwachsenen Pferden gibt es deutliche individuelle Unterschiede in der Strongylidenausscheidung. Genau hier setzt die selektive Behandlung an: Nur Pferde mit dauerhaft hoher Wurmeiausscheidung werden behandelt.
Auch die heutige Pferdehaltung macht eine pauschale Behandlung aller Pferde zunehmend ungeeignet. Wechselnde Gruppenzusammensetzungen, häufige Weidewechsel und unterschiedliche Entwurmungsstrategien innerhalb einer Anlage können die Infektionssituation beeinflussen. Pferde sollten daher möglichst individuell beurteilt und behandelt werden.
Selektive Entwurmung
Das Ziel einer modernen Wurmbekämpfung ist es, Erkrankungen durch Magen-Darm-Würmer zu verhindern und gleichzeitig den Einsatz von Entwurmungsmitteln auf das notwendige Maß zu beschränken. Dadurch wird auch die Belastung der Umwelt reduziert.
Würmer entwickeln sich sowohl im Pferd als auch außerhalb des Tieres. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Würmer im Pferd zu berücksichtigen, sondern auch die Zahl infektiöser Larven auf der Weide möglichst niedrig zu halten. Maßnahmen zur Weidebewirtschaftung spielen dabei eine wichtige Rolle.
Mit einem Wurmbekämpfungsprogramm soll erreicht werden, dass Pferde möglichst wenig durch Magen-Darm-Würmer belastet werden, das Risiko einer erneuten Infektion gering bleibt und Entwurmungsmittel gezielt eingesetzt werden. Die Behandlung richtet sich dabei nach dem individuellen Risiko und den Ergebnissen der Kotuntersuchungen.
Regelmäßige Kotuntersuchungen
Um beurteilen zu können, wann Ihr Pferd behandelt werden sollte, ist es notwendig, den Kot während der Weidesaison regelmäßig untersuchen zu lassen. So lässt sich die individuelle Wurmeiausscheidung Ihres Pferdes über die Zeit verfolgen.
Möchten Sie mehr über unsere Methode der Wurmbekämpfung erfahren? Dann bestellen Sie jetzt Ihr Wurmcheckkit.
Für eine individuelle Einschätzung können Sie sich auch an unsere Tierärzte wenden.