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Wurmuntersuchung bei Hunden

Bei der regelmäßigen Entwurmung von Hunden war lange Zeit eine Behandlung alle drei Monate üblich. Eine routinemäßige Entwurmung ist jedoch nicht grundsätzlich notwendig. Statt einen Hund vorsorglich zu behandeln, empfehlen wir, zunächst eine Kotuntersuchung durchführen zu lassen und nur dann zu entwurmen, wenn tatsächlich ein Wurmbefall festgestellt wird.

Die Ergebnisse unserer Untersuchungen zeigen, dass sich bei 95 % der von VPL „Der Wald“ untersuchten Kotproben von Hunden kein Wurmbefall nachweisen lässt. In diesen Fällen ist eine Entwurmung nicht notwendig.

Da jeder Hund anders ist, empfehlen wir, den Kot jedes Hundes individuell untersuchen zu lassen. So kann gezielt behandelt werden, wenn tatsächlich eine Wurminfektion vorliegt – und eine unnötige Behandlung wird vermieden.

Warum eine Kotuntersuchung?

Trotz unseres umfangreichen Wissens und der vielen wirksamen Mittel gegen verschiedene innere und äußere Parasiten sind nach wie vor viele Hunde mit Würmern infiziert. Würmer können nicht nur die Gesundheit Ihres Hundes beeinträchtigen, sondern auch ein Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen. Dieses Risiko ist vielen Tierhaltern nicht bewusst.

Eine Infektion mit dem Spulwurm des Hundes (Toxocara canis) kann beim Menschen zu einer sogenannten Larva migrans führen. Besonders bei Kindern kann eine solche Infektion gesundheitliche Folgen haben. In seltenen Fällen können die Larven auch das Auge befallen und zu schweren Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen.

Eine gezielte Wurmkontrolle bei Ihrem Hund ist daher wichtig – sowohl zum Schutz der Gesundheit Ihres Hundes als auch zum Schutz Ihrer Familie.

Regelmäßige Kotuntersuchungen statt unnötiger Entwurmung

Lassen Sie den Kot Ihres Hundes viermal im Jahr auf Wurmeier untersuchen. Bei einem positiven Befund können Sie Ihren Hund gezielt mit einem geeigneten und wirksamen Entwurmungsmittel behandeln.

Für einen guten Start ins Leben ist es wichtig, Welpen bereits in jungen Jahren gezielt vor Wurminfektionen zu schützen. Welpen sind besonders anfällig für Wurminfektionen. Gerade in den ersten Lebensmonaten sollte die Infektionsbelastung daher möglichst gering gehalten werden. Doch ab wann ist eine Kotuntersuchung sinnvoll?

Ab einem Alter von 16 Wochen empfiehlt VPL „Der Wald“, mit regelmäßigen Kotuntersuchungen zu beginnen. Lassen Sie den Kot anschließend alle vier Wochen untersuchen – bei 16, 20 und 24 Wochen –, bis der Welpe sechs Monate alt ist. Danach können Sie die Kotuntersuchung alle drei Monate wiederholen.

Mit diesem Vorgehen schaffen Sie eine gute und sichere Grundlage für die Gesundheit Ihres Welpen. Durch regelmäßige Kontrollen können Wurminfektionen frühzeitig erkannt und unnötige Entwurmungen vermieden werden.

Auch Hygiene ist ein wichtiger Bestandteil einer guten Wurmkontrolle. Entfernen Sie Kot und Kotreste regelmäßig aus der Umgebung Ihres Hundes. Die Eier von Spul- und Peitschenwürmern können über Jahre in der Umwelt überleben und stellen eine mögliche Infektionsquelle für Ihren Hund und den Menschen dar.

Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sowie Kinder. Hunde sollten daher nicht auf Spiel- und Bolzplätzen für Kinder laufen. Auch Kinder sollten sich nach dem Streicheln eines Hundes gründlich die Hände waschen.