Gapewürmer
Erwachsene Gapewürmer (Syngamus trachea) leben in der Luftröhre von Hühnern und ernähren sich dort von Blut und Lymphflüssigkeit. Männchen und Weibchen bleiben dauerhaft miteinander verbunden. Bei einer Sektion erscheinen die Würmer dadurch charakteristischerweise Y-förmig. Versucht man, die Würmer voneinander zu trennen, reißen sie auseinander.
Lebenszyklus
Die Eier werden von den Hühnern hochgehustet, anschließend verschluckt und mit dem Kot ausgeschieden. Innerhalb von zwei bis drei Wochen entwickeln sich aus den Eiern infektiöse Larven.
Die Larven können von Käfern, Regenwürmern und Schnecken aufgenommen werden. In Regenwürmern können die Larven mehr als drei Jahre überleben.
Nimmt ein Huhn einen infizierten Zwischenwirt auf, wandern die Larven zunächst durch die Lunge und anschließend in die Luftröhre. Dort entwickeln sie sich innerhalb von zwei bis drei Wochen zu erwachsenen, eierlegenden Gapewürmern.
Symptome
Gapewürmer können die Luftröhre teilweise verstopfen und dadurch Atemprobleme verursachen. Betroffene Hühner können beispielsweise schwer atmen, den Hals strecken oder mit geöffnetem Schnabel nach Luft schnappen.
Infektionen treten vor allem bei jungen Hühnern auf. Erwachsene Hühner entwickeln mit der Zeit eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Gapewürmer.
Bei einer leichten Infektion können die Würmer mit der Zeit von selbst verschwinden. Ein starker Befall kann jedoch insbesondere bei jungen Hühnern zu erheblichen Atemproblemen und in schweren Fällen zum Tod führen.
Vorbeugung
Eine gute Hygiene im Hühnerstall und Auslauf ist wichtig, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Halten Sie Stall und Auslauf möglichst sauber und trocken und entfernen Sie Kot regelmäßig.
Da sich die Larven unter anderem über Regenwürmer, Käfer und Schnecken verbreiten können, kann ein Auslauf mit vielen dieser Zwischenwirte das Infektionsrisiko erhöhen. Besonders bei jungen Hühnern sollte daher auf eine möglichst hygienische Haltungsumgebung geachtet werden.