Bandwürmer beim Huhn
Bei Hühnern kommen verschiedene Bandwurmarten vor, die gesundheitliche Probleme verursachen können. Bandwurminfektionen treten häufiger bei extensiv gehaltenen Hühnern und insbesondere bei älteren Tieren auf.
Lebenszyklus
Alle Bandwürmer haben einen indirekten Lebenszyklus. Das bedeutet, dass für ihre vollständige Entwicklung ein Zwischenwirt erforderlich ist.
Bei größeren Bandwürmern wie Raillietina cesticillus dienen kleine Käfer oder Fliegen als Zwischenwirte. Bei kleineren Bandwürmern wie Davainea spp. übernehmen Schnecken diese Funktion. Die Käfer nehmen die Bandwurmeier aus dem Kot auf, woraufhin sich die Eier im Käfer weiterentwickeln.
Die infizierten Käfer werden anschließend von den Hühnern aufgenommen. Nach der Verdauung des Käfers werden die Bandwurmlarven im Darm des Huhns freigesetzt und entwickeln sich dort zu erwachsenen Bandwürmern. Bereits nach etwa 14 Tagen beginnen die ausgewachsenen Würmer wieder mit der Produktion von Eiern.
Da der Lebenszyklus der Bandwürmer von Insekten und anderen Zwischenwirten abhängig ist, treten neue Bandwurminfektionen vor allem in den Sommermonaten auf.
Der Bandwurm lebt im Darmlumen und heftet sich mit seinem Kopf an die Darmwand. Bandwürmer nehmen Nährstoffe passiv über ihre Körperoberfläche auf. Dabei verursachen sie normalerweise keine direkten Verletzungen der Darmwand.
Symptome
Ein leichter Befall verursacht häufig keine deutlichen Beschwerden. Bei einem starken Bandwurmbefall können jedoch gesundheitliche Probleme auftreten.
Mögliche Symptome sind unter anderem:
- Schwäche
- Gewichtsverlust
- Atemnot
- allgemeine Leistungsschwäche
Bei einem sehr starken Befall kann eine Bandwurminfektion in schweren Fällen sogar zum Tod führen.