Lungenwürmer
Eine Lungenwurminfektion beim Pferd wird durch den Parasiten Dictyocaulus arnfieldi verursacht. Die erwachsenen Würmer leben in den Atemwegen und können Husten und Atemwegsbeschwerden verursachen.
Esel sind die wichtigste Infektionsquelle für Pferde. Esel können Lungenwürmer tragen, ohne selbst deutliche Krankheitszeichen zu zeigen. Deshalb besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko für Pferde, die gemeinsam mit Eseln gehalten oder beweidet werden.
Lebenszyklus
Die erwachsenen Lungenwürmer leben in den Atemwegen. Die Larven werden ausgehustet, verschluckt und anschließend mit dem Kot ausgeschieden.
Auf der Weide entwickeln sich die Larven weiter und können von anderen Tieren aufgenommen werden. Feuchte Bedingungen begünstigen ihre Entwicklung und ihr Überleben.
Wie stark ein Pferd erkrankt, hängt unter anderem von der Anzahl der aufgenommenen Larven ab. Pferde entwickeln nach einer Infektion häufig eine Immunität, die sie jedoch nicht immer vollständig vor einer erneuten Infektion schützt.
Symptome
Typische Anzeichen einer Lungenwurminfektion sind:
- Husten
- erhöhte Atemfrequenz
- Atemnot oder Kurzatmigkeit
Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei anhaltendem Husten oder Atemproblemen sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.
Diagnose
Für den Nachweis von Lungenwürmern wird eine Kotuntersuchung nach der Baermann-Methode durchgeführt. Dabei werden die im Kot vorhandenen Lungenwurmlarven aus der Probe gewonnen und anschließend unter dem Mikroskop untersucht.
Larven werden jedoch nicht immer mit dem Kot ausgeschieden. Ein negatives Untersuchungsergebnis schließt eine Infektion deshalb nicht in jedem Fall sicher aus. Für die Beurteilung sind auch die Symptome und insbesondere der Kontakt zu Eseln wichtig.
Behandlung und Vorbeugung
Lungenwürmer können mit geeigneten Entwurmungsmitteln behandelt werden. Die Behandlung sollte mit dem Tierarzt abgestimmt werden.
Um das Infektionsrisiko zu verringern, können Esel regelmäßig auf Lungenwürmer untersucht werden. Eine gemeinsame Beweidung von Pferden und Eseln sollte insbesondere bei einem nachgewiesenen Befall vermieden werden.