Giardien
Giardien sind einzellige Parasiten, die im Darm des Hundes leben. Sie gehören nicht zu den Würmern. Hunde jeden Alters können sich mit Giardien infizieren, besonders häufig sind jedoch Welpen betroffen.
Die Infektion erfolgt durch die Aufnahme von Zysten, widerstandsfähigen Überlebensstadien des Parasiten. Diese können über verunreinigtes Futter oder Wasser aufgenommen werden oder beim Ablecken des Fells in den Körper gelangen. Auch Gegenstände und andere Materialien, die mit Hundekot verunreinigt sind, können eine Infektionsquelle darstellen.
Symptome
Eine Giardieninfektion verläuft häufig ohne Symptome. Betroffene Hunde können dennoch infiziert sein und die Parasiten weiterverbreiten. Wenn Beschwerden auftreten, ist Durchfall mit wechselnder Kotkonsistenz und typisch auffälligem Geruch ein häufiges Symptom. Manche Hunde müssen zusätzlich erbrechen.
Bei einer länger anhaltenden Infektion können Gewichtsverlust und ein schlechterer Allgemeinzustand auftreten.
Hygiene
Neben den allgemeinen Hygienemaßnahmen ist sauberes Trinkwasser besonders wichtig, um Giardieninfektionen zu vermeiden. Entfernen Sie beim Spaziergang den Kot Ihres Hundes immer und entsorgen Sie ihn in einem Abfallbehälter. So lässt sich die Verbreitung der Parasiten in der Umgebung reduzieren.
Eine Übertragung von Menschen auf Tiere ist möglich. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich Menschen über andere Menschen infizieren.
Hat Ihr Tier starke Beschwerden?
Je nach gewähltem Test untersuchen wir den Kot mikroskopisch auf Giardien oder führen einen Antigen-Nachweis durch.
Wir untersuchen ausschließlich Kotproben von gesunden Tieren oder Tieren mit leichtem Durchfall. Bei starkem Durchfall oder anderen deutlichen Symptomen wenden Sie sich bitte an Ihren Haustierarzt.
Wissenswertes über Giardien
- Eine Giardieninfektion kann bei Hunden Durchfall, Erbrechen und Gewichtsverlust verursachen. Häufig verläuft die Infektion jedoch ohne Symptome.
- Auch Menschen können sich mit Giardien infizieren. Eine Übertragung vom Hund auf den Menschen ist jedoch selten.
- Hunde infizieren sich häufig durch die Aufnahme von mit Zysten verunreinigtem Wasser. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Ihrem Hund jederzeit sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht.
- Halten Sie die Umgebung Ihres Hundes möglichst frei von Kot und Kotspuren.