Wurmbekämpfung bei Katzen
Katzen werden sowohl im Haus als auch auf Höfen gehalten. Für Ihre Katze und für Sie selbst ist es wichtig, dass sie gesund und möglichst frei von Parasiten bleibt. Wenn Sie das Verhalten Ihrer Katze sowie ihre Futter- und Wasseraufnahme aufmerksam beobachten, erhalten Sie einen guten Eindruck von ihrem Gesundheitszustand. Auch regelmäßige Impfungen und Tierarztbesuche tragen dazu bei, die Gesundheit Ihrer Katze zu erhalten.
Ob eine Katze mit Magen-Darm-Würmern infiziert ist, lässt sich jedoch fast nie am äußeren Erscheinungsbild erkennen. Im Laufe ihres Lebens kommt praktisch jede Katze mit inneren und äußeren Parasiten in Kontakt. Diese können die Gesundheit Ihrer Katze auf unterschiedliche Weise beeinträchtigen; von einer leichten Hautreizung bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen. Viele Parasiten, insbesondere innere Parasiten, können auch auf den Menschen übertragen werden.
Kotuntersuchung im Mittelpunkt
Bei der Wurmbekämpfung bei Katzen steht eine konsequente Kontrolle im Abstand von drei Monaten beziehungsweise eine Behandlung alle drei Monate im Mittelpunkt. Da viele Katzenhalter ihr Tier nicht unnötig behandeln möchten, besteht auch die Möglichkeit, nur dann zu behandeln, wenn tatsächlich eine Wurminfektion nachgewiesen wurde. Schließlich hat nur ein kleiner Teil der Katzen tatsächlich eine Wurminfektion.
Mit einer Kotuntersuchung können wir eine Wurminfektion nachweisen. Nur wenn Ihre Katze Wurmeier ausscheidet und somit Würmer vorhanden sind, empfehlen wir eine Behandlung. So vermeiden Sie unnötige Behandlungen. Durch den gezielten Einsatz von Tierarzneimitteln wird außerdem die Belastung Ihrer Katze und der Umwelt reduziert.
Ein weiterer Vorteil: Sie müssen Ihre Katze nicht mehr unter großem Aufwand dazu bringen, ein Entwurmungsmittel einzunehmen.
Die drei Säulen der Wurmbekämpfung
Unter den Bedingungen sind bei Katzen nur wenige Magen-Darm-Würmer von größerer Bedeutung. Am wichtigsten ist der Spulwurm, der als erwachsener Wurm im Darm der Katze lebt. Daneben spielen Hakenwürmer und Bandwürmer eine Rolle.
Eine gute Wurmbekämpfung bei Katzen beruht auf drei Säulen:
- Regelmäßige Kotuntersuchungen
Lassen Sie den Kot Ihrer Katze mindestens zweimal, besser viermal im Jahr auf Wurmeier untersuchen. Bei einem positiven Befund sollte Ihre Katze mit einem wirksamen Entwurmungsmittel behandelt werden. VPL Der Wald berät Sie gerne bei der Auswahl eines geeigneten Präparats.
Alternativ können Sie Ihre Katze viermal im Jahr behandeln, ohne vorher zu untersuchen. In diesem Fall wissen Sie nicht, ob tatsächlich eine Behandlung erforderlich ist. Eine solche Vorgehensweise hat bei anderen Tierarten erheblich zur Entwicklung von Wurmresistenzen beigetragen. Die Folge: Entwurmungsmittel wirken langfristig nicht mehr ausreichend.
Bei Kätzchen empfehlen wir standardmäßig eine Behandlung im Alter von 3, 5 und 7 Wochen. Anschließend sollte bis zum Alter von sechs Monaten monatlich behandelt oder eine monatliche Kotuntersuchung durchgeführt werden. Kätzchen spielen eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Wurmkreislaufs und können die Umgebung mit Wurmeiern und Larven kontaminieren.
- Rohes Fleisch vermeiden
Hunde und Katzen sollten möglichst mit kommerziellem Futter oder ausreichend erhitztem Futter ernährt werden. So lässt sich das Infektionsrisiko durch rohes Fleisch reduzieren.
Haustiere sollten keinen Zugang zu toten Nagetieren, Tierkadavern, Nachgeburten oder abgestorbenen Föten von Schafen oder Rindern haben.
- Auf gute Hygiene achten
Hygiene ist die dritte Säule einer guten Wurmbekämpfung. Halten Sie die Umgebung Ihrer Katze möglichst frei von Kot und Kotspuren.
Spulwurmeier können jahrelang in der Umwelt überleben und später wieder zu einer Infektionsquelle für Tiere und Menschen werden. Zu den Risikogruppen für eine Wurminfektion gehören Menschen mit geschwächtem Immunsystem, beispielsweise ältere Menschen, sowie Kinder.
Kinder-Spiel- und Bolzplätze sollten für Katzen unzugänglich sein. Kinder sollten sich nach dem Streicheln einer Katze die Hände waschen. Auch Sandkästen sollten abgedeckt werden, damit Haustiere sie nicht als Kotplatz nutzen können.