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Kleine Strongyliden (Blutwürmer)

Blutwürmer werden umgangssprachlich als kleine Strongyliden bezeichnet. Große und kleine Strongyliden haben auf der Weide einen ähnlichen Lebenszyklus.

Lebenszyklus der Strongyliden außerhalb des Pferdes

Blutwürmer werden umgangssprachlich als kleine Strongyliden bezeichnet. Große und kleine Strongyliden haben auf der Weide einen ähnlichen Lebenszyklus.

Die Eier gelangen mit dem Kot auf die Weide und entwickeln sich dort unter warmen und feuchten Bedingungen zu infektiösen Larven. Beim Grasen nimmt das Pferd diese Larven auf. Auf trockenen Paddocks und bei Stallhaltung ist das Risiko einer starken Aufnahme deutlich geringer.

Die Larven können unter günstigen Bedingungen mehrere Monate auf der Weide überleben. Im Pferd entwickeln sie sich weiter zu erwachsenen Würmern.

Lebenszyklus der kleinen Strongyliden

Die erwachsenen kleinen Strongyliden leben hauptsächlich im Dickdarm. Nach der Aufnahme infektiöser Larven dringen diese in die Darmwand ein und entwickeln sich dort weiter.

Ein Teil der Larven kann sich in der Darmwand einkapseln und in ein ruhendes Entwicklungsstadium übergehen. Diese Larven können über längere Zeit dort verbleiben und sich später weiterentwickeln.

Kleine Strongyliden und Kotuntersuchung

Bei der McMaster-Untersuchung werden Strongyliden-Eier pro Gramm Kot (EPG) bestimmt. Die Eier von kleinen und großen Strongyliden können dabei nicht voneinander unterschieden werden.

Zusammen mit den Angaben zum Pferd dient das Untersuchungsergebnis als Grundlage für die Einschätzung, ob eine Behandlung erforderlich ist.

Symptome

Bei der McMaster-Untersuchung werden Strongyliden-Eier pro Gramm Kot (EPG) bestimmt. Die Eier von kleinen und großen Strongyliden können dabei nicht voneinander

In seltenen Fällen können sich große Mengen eingekapselter Larven gleichzeitig weiterentwickeln. Dies kann zu einer schweren Entzündung der Darmwand (Larvenzyathostominose) führen.

Mögliche Symptome sind starker Durchfall, Gewichtsverlust, Fieber und Koliken. In diesem Stadium können trotz einer schweren Erkrankung nur wenige oder keine Strongyliden-Eier im Kot nachweisbar sein.

Bei akutem oder starkem Durchfall sollte immer umgehend ein Tierarzt kontaktiert werden.

Behandlung

Zur Behandlung stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, darunter Ivermectin und Moxidectin. Moxidectin wirkt auch gegen bestimmte eingekapselte Larvenstadien.

Welcher Wirkstoff geeignet ist, hängt unter anderem vom individuellen Befall und der bisherigen Behandlung ab und sollte mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

Regelmäßige Kotuntersuchungen ermöglichen eine gezielte Behandlung und helfen dabei, unnötige Entwurmungen und die Entwicklung von Resistenzen zu vermeiden.