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Bandwürmer

Bei Pferden ist vor allem eine Bandwurmart von Bedeutung: Anoplocephala perfoliata. Die erwachsenen Bandwürmer sitzen meist am Übergang vom Dünndarm zum Blinddarm und können sich dort an der Darmschleimhaut festsetzen.

Lebenszyklus

Bandwürmer haben einen indirekten Lebenszyklus und benötigen einen Zwischenwirt. Beim Pferdebandwurm sind dies Grasmilben.

Die Milben nehmen Bandwurmeier auf, die mit dem Kot auf die Weide gelangen. Beim Grasen nimmt das Pferd die infizierten Milben auf. Im Pferd entwickeln sich die Larven innerhalb von etwa 6 bis 10 Wochen zu erwachsenen Bandwürmern.

Ein höheres Infektionsrisiko besteht insbesondere auf älteren Weideflächen, auf denen viele Grasmilben vorkommen.

Symptome

Ein leichter Bandwurmbefall verursacht häufig keine erkennbaren Beschwerden. Bei einem stärkeren Befall können jedoch insbesondere wiederkehrende oder leichte Koliksymptome auftreten.

Da sich die Bandwürmer bevorzugt am Übergang vom Dünndarm zum Blinddarm festsetzen, kann ein stärkerer Befall die normale Darmtätigkeit beeinträchtigen.

Diagnose

Eine normale Kotuntersuchung eignet sich nur eingeschränkt zum Nachweis von Bandwürmern. Die Eier werden unregelmäßig und in sogenannten Eipaketen ausgeschieden und sind deshalb in einer einzelnen Kotprobe nur schwer nachzuweisen. Ein negatives Ergebnis schließt einen Bandwurmbefall daher nicht sicher aus.

Eine gezieltere Möglichkeit bietet der EquiSal-Bandwurmtest. Dabei wird eine Speichelprobe des Pferdes untersucht. Der Test weist spezifische Antikörper gegen Bandwürmer im Speichel nach und ermöglicht so eine gezieltere Einschätzung, ob ein Bandwurmbefall wahrscheinlich ist.