Oxyuren (Pfriemenschwänze)
Oxyuren, auch Pfriemenschwänze genannt, sind kleine Würmer, die im Dickdarm von Pferden leben. Im Gegensatz zu einigen anderen Wurmarten durchlaufen sie keinen ausgeprägten Wanderzyklus durch den Körper. Die erwachsenen Würmer leben im Darm und verursachen in der Regel keine schweren Schäden.
Lebenszyklus
Die weiblichen Oxyuren wandern vor allem nachts aus dem Darm und legen ihre klebrigen Eier rund um den After des Pferdes ab. Die Eier können durch Scheuern in die Umgebung gelangen und von anderen Pferden aufgenommen werden.
Symptome
Das typischste Anzeichen eines Oxyurenbefalls ist Juckreiz am Schweifansatz. Pferde scheuern sich häufig, wodurch kahle Stellen, Hautreizungen oder Schäden am Schweif entstehen können.
Manchmal sind Oxyuren im oder am Kot sichtbar. Auch weißlich-gelbliche Ablagerungen rund um den After können auf einen Befall hinweisen.
Juckreiz am Schweif kann jedoch auch andere Ursachen haben. Bei anhaltenden Beschwerden sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.
Diagnose
Oxyuren legen ihre Eier rund um den After und nicht in den Kot. Eine normale Kotuntersuchung eignet sich deshalb nicht zum Nachweis eines Befalls.
Zum Nachweis wird die Klebestreifenmethode eingesetzt. Dabei wird ein transparenter Klebestreifen auf die Haut rund um den After gedrückt und anschließend unter dem Mikroskop auf Oxyuren-Eier untersucht.
Ein einzelnes negatives Ergebnis schließt einen Befall nicht immer sicher aus, da die Eiablage nicht kontinuierlich erfolgt.
Behandlung und Hygiene
Bei einem nachgewiesenen Befall sollte die Behandlung mit dem Tierarzt abgestimmt werden. Aufgrund möglicher Resistenzen kann die Wirksamkeit von Entwurmungsmitteln eingeschränkt sein. Eine Kontrolluntersuchung kann helfen, den Behandlungserfolg zu überprüfen.
Um die Verbreitung der Eier zu reduzieren, sollten sichtbare Eier oder gelblich-weiße Ablagerungen rund um den After vorsichtig mit einem feuchten Tuch entfernt und das Tuch anschließend entsorgt werden. Eine gute Stall- und Umgebungshygiene hilft außerdem, eine erneute Infektion zu vermeiden.